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BZL Delegiertenversammlung: Evaluierung des Waffengesetzes im Fokus

Die diesjährige Delegiertenversammlung des Bundesverbandes zivile Legalwaffen (BZL) in Berlin stand ganz im Zeichen der Evaluierung des Waffengesetzes. So konnte BZL-Vorsitzender Matthias Klotz in seinem Jahresbericht 2025 auf zahlreiche Aktionen und Initiativen des Verbandes verweisen, mit denen die Interessen des Legalwaffenbesitzes kompetent und konsequent in das Verfahren eingebracht wurden. Angefangen von diversen Gesprächen im Vorfeld des Koalitionsvertrages und auch vor Beginn des eigentlichen Evaluierungsprozesses über die offizielle Stellungnahme an das BMI zu den Evaluierungspunkten, bis hin zur Broschüre „Gemeinsam für ein besseres Waffenrecht“ war der Schwerpunkt der verbandlichen Arbeit klar auf die zielführende Reform des Waffengesetzes ausgerichtet. Flankiert wurden diese „Eckpfeiler“ durch zahlreiche politische Gespräche auf Bundes- und Landesebene sowie entsprechende mediale Präsenz. Daneben machte sich der BZL im „daily business“ immer wieder für den bundeseinheitlichen und rechtskonformen Vollzug des Waffengesetzes stark – vor allem wenn kreisbehördliche Übergriffigkeiten zu gesetzeswidrigen Beschneidungen von Jägern oder Sportschützen führten.

Dieses Momentum gelte es, so Klotz, in 2026 noch weiter auszubauen, um die nächsten Phasen der Evaluierung und des daran anschließenden Gesetzgebungsprozesses maßgeblich mitzugestalten. Der BZL und seine Experten aus den Verbänden, Vereinen und Branchen-Unternehmen werden daher in den kommenden Monaten ihre Kräfte noch stärker bündeln und so dafür sorgen, dass Zahlen und Fakten gleichermaßen zielgerichtet wie seriös in die Diskussion eingebracht werden.

Welchen Stellenwert der BZL mittlerweile auf der bundespolitischen Bühne hat, zeigt die Tatsache, dass Marc Henrichmann (CDU), waffenrechtlicher Berichterstatter des Unions-Fraktion im Deutschen Bundestag, extra aus seinem Wahlkreis in Nordrhein-Westfalen zur BZL-Versammlung angereist war, um den Delegierten seine Positionen zum Waffenrecht darzulegen. Dabei hob er explizit auch noch einmal den Entschließungsantrag seiner Fraktion aus Herbst 2024 hervor, in dem unter der Führung von Friedrich Merz (CDU) und Alexander Dobrindt (CSU) das Sicherheitspaket der Ampelkoalition zurückgewiesen und klare Forderungen für ein neues Waffenrecht formuliert wurden. Dies sei für ihn das zentrale Positionspapier, zu dem er uneingeschränkt stehe. Im Anschluss an seinen mit großem Applaus bedachten Vortrag nutzten die Delegierten die Gelegenheit, ihre Fragen und Verbesserungsvorschläge zum Waffengesetz an Marc Henrichmann zu richten. Ein durch und durch konstruktiver Austausch mit echtem Mehrwert für beide Seiten und eine Delegiertenversammlung die deutlich zeigte, dass der BZL gut gerüstet für die kommenden Herausforderungen ist.

 

Matthias Klotz (li.) dankte Marc Henrichmann (CDU) für seinen kompetenten und passionierten Vortrag auf der diesjährigen BZL-Delegiertenversammlung