BZL vor Ort: Fachgespräch zum Waffenrecht mit der SPD
Wie können wir das Waffenrecht zielgerichtet entlang der Maßgaben des Koalitionsvertrages reformieren? Dieses Thema stand im Mittelpunkt des persönlichen Gesprächs des BZL-Vorsitzenden Matthias Klotz mit Helge Lindh (SPD), dem waffenrechtlichen Berichterstatter der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Vor allem bzgl. des Sicherheitspakets und den darin enthaltenen Restriktionen für rechtstreue Bürgerinnen und Bürger sparte Matthias Klotz nicht mit Kritik und mahnte einschneidende Korrekturen an. Ebenso stellte er deutlich heraus, dass die in einigen Kreisbehörden eigenmächtig implementierte Bedürfnisprüfung für Langwaffen bei Jägern weder rechtskonform ist noch in irgendeiner Weise der öffentlichen Sicherheit dient. Der unbegrenzte Erwerb und Besitz von Langwaffen für Jäger müsse unverändert beibehalten werden. Auch Helge Lindh kritisierte die regional teils völlig unterschiedlichen Auslegungen des Waffengesetzes, die sowohl Jäger als auch Sportschützen tangieren.
Ebenfalls zur Sprache kamen die Punkte Nachtsichttechnik, Schalldämpfer, die Regelungen zu Grund- und Überkontingent für Sportschützen und last but not least die Digitalisierung aller waffenrechtlich relevanten Vorgänge und Transaktionen. Angesichts der Fülle der Themen war man sich einig, dass es weitere Gespräche geben wird, um bestimmte Detailaspekte zu erörtern und darauf aufbauend konkrete Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.