Kriminalstatistik Berlin 2025 die Zweite:
Illegale Schusswaffen im Fokus
Die am vergangenen Mittwoch vorgestellte Berliner Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 weist eine um 68 % gestiegene Schusswaffenkriminalität in der Hauptstadt aus. Von den insgesamt 1.119 Fällen wurde 604 Mal mit einer Schusswaffe gedroht, 515 Mal wurde auch geschossen. Laut Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) dürfte für den Anstieg nicht nur die tatsächliche Zunahme der Straftaten verantwortlich sein, sondern auch die seit 2025 verpflichtende, genauere Erfassung der Waffenverwendung im Polizeilichen Landessystem. Dazu Iris Spranger: „Der deutliche Anstieg bei der Schusswaffenkriminalität ist für mich ein klares Warnsignal. Für illegalen Waffenbesitz und bewaffnete Auseinandersetzungen gilt in Berlin: Null Toleranz. Wenn Konflikte mit Schusswaffen ausgetragen werden, ist eine rote Linie überschritten. Deshalb gehen wir konsequent dagegen vor – mit intensiven Ermittlungen und Initiativen auf Bundesebene zur Bekämpfung des illegalen Waffenhandels.“
Dieser klare Hinweise auf illegale Waffen und deren Besitzer als Ursache der Probleme ist ausdrücklich zu begrüßen, ebenso das klare Bekenntnis der Berliner Innensenatorin zu deren konsequenter Bekämpfung. Es steht zu hoffen, dass sowohl Berlin als auch alle anderen Bundesländer nun die vom BZL geforderte exakte Aufschlüsselung der Polizeilichen Kriminalstatistik nach Straftaten mit legalen bzw. illegalen Schusswaffen umsetzen. Denn erst dann werden absolut untrügliche Zahlen belegen, dass Legalwaffenbesitzer keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen.