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Ihr jagt und trefft die Falschen

 

Unter diesem Motto haben der Bundesverband zivile Legalwaffen (BZL) und der Deutsche Jagdverband (DJV) am Dienstag in Berlin ihre gemeinsame Kampagne für eine sachgerechte und zielführende Reform des Waffenrechts gestartet. Hintergrund ist die derzeit laufende Evaluierung des Waffengesetzes durch das Bundesinnenministerium (BMI). Die Position der Verbände ist eindeutig: Statt zusätzliche Beschränkungen für Legalwaffenbesitzer, wie Jäger, Sportschützen und Sammler muss der Schwerpunkt auf der Bekämpfung des illegalen Waffenbesitzes und -handels liegen. Eine neue Internetseite bündelt jetzt Forderungen, Fakten und Hintergrundinformationen: www.waffenrecht.info.

Dazu Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands: „Innere Sicherheit ist zu wichtig, um sich weiter mit Scheindebatten zu beschäftigen. Nur ein effizientes, praxistaugliches und entbürokratisiertes Waffengesetz sorgt dafür, dass Behörden und Sicherheitskräfte die wahren Gefahren unseres friedlichen Zusammenlebens bekämpfen können." 

BZL-Vorsitzender Matthias Klotz verdeutlicht, wohin die Stoßrichtung politischen Handelns gehen muss: „Sämtliche Statistiken zeigen, dass legale Waffenbesitzer einen verschwindend geringen Anteil an der Kriminalität in Deutschland haben. Also weg von der Überregulierung rechtstreuer Bürgerinnen und Bürger und klarer Fokus auf illegale Waffen. Es muss jetzt endlich da gelöscht werden, wo es brennt – und nicht da, wo Wasser ist.“

Fünf Kernforderungen im Überblick

Mehr Innere Sicherheit durch zielgerichtete Maßnahmen – dafür haben BZL und DJV fünf Kernforderungen formuliert:

  • Polizeiliche Kriminalstatistik: Wiederkehrende Differenzierung zwischen Straftaten mit legalen und illegalen Schusswaffen.
  • Strafverfolgung: Verstärkte, zielgerichtete Ermittlungen gegen organisierten illegalen Waffenhandel, -import und -besitz.
  • Gesetzesvollzug: Konsequente Anwendung bestehender Regelungen statt zusätzlicher pauschaler Verbote für legale Besitzer.
  • Täterfokus statt Objektverbote: Maßnahmen sollen sich an Täterprofilen orientieren, nicht an pauschalen Verboten bestimmter Gegenstände.
  • Entbürokratisierung: Vereinfachte Verwaltungsprozesse und weniger Auflagen für legale Besitzer, um Behördenressourcen zu schonen.

Information und Dialog auf LinkedIn

Ein weiterer Ankerpunkt der Kampagne ist der neue BZL-Kanal auf LinkedIn. Dort werden nicht nur grundsätzliche Themen kommuniziert, sondern auch aktuelle Ereignisse aufgegriffen, die dann in der Community diskutiert werden können. Dazu Matthias Klotz: „Mehr als die Hälfte der Bundestagsabgeordneten haben ein LinkedIn-Profil. Somit ist dieser Kanal eine sehr gute Plattform, um den politischen Entscheidern Fakten und Forderungen zu präsentieren, die sie nicht ignorieren können.“