Jahresbericht der Bundespolizei 2025 - Messerverbotszonen gegen Kriminelle wirkungslos
Einer der zentralen Punkte des Sicherheitspakets aus Oktober 2024 war die Ausweitung von Messerverboten und Messerverbotszonen. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) pries dies seinerzeit als Allheilmittel gegen die ausufernde Messerkriminalität an, währen der BZL und viele andere Experten dies als Schaufensterpolitik kritisierten, die sich erneut gegen die Tatmittel anstatt gegen die Täter richtet.
Vor allem die dem Bundesinnenministerium direkt unterstehende Bundespolizei wurde seitdem verstärkt auf den Bahnanlagen des Bundes eingesetzt, um die dort geltenden Messerverbote zu kontrollieren. Das Jahr 2025 sollte also – wenn man dem „Ampel-Placebo“ Glauben geschenkt hat – einen deutlichen Rückgang der Gewaltdelikte und vor allem Messerstraftaten zeigen.
Der jetzt vorliegende Jahresbericht 2025 der Bundespolizei belegt genau das Gegenteil. So wurden im letzten Jahr 27.817 Gewaltdelikte auf dem Gebiet der Bahnanlagen des Bundes registriert, was einem Anstieg von 656 Fällen bzw. 2,4 % gegenüber 2024 entspricht. Besonders erschütternd dabei: In 979 Fällen davon kam ein Messer als Tatmittel zum Einsatz, was gegenüber 2024 einen Anstieg um 370 Delikte und sage und schreibe 60 % (!) bedeutet.
Angesichts dieser desaströsen Fakten sollte spätestes jetzt dem Letzten klar sein, dass sich Kriminelle, Drogenbanden oder Extremisten durch Messerverbote oder Messerverbotszonen nicht davon abhalten lassen, andere Menschen zu bedrohen zu verletzen oder zu töten. Das Einzige, was Nancy Faeser und ihre Ampel-Koalitionäre nachhaltig erreicht haben, ist die Kriminalisierung rechtstreuer Bürgerinnen und Bürger, die nach wie vor ein Ordnungsgeld von bis zu 10.000 € befürchten müssen, wenn bei einer Durchsuchung durch die Bundespolizei zum Beispiel ein Schweizer Taschenmesser oder ein Multitool gefunden wird.
Es bleibt zu hoffen, dass mit der Neuregelung des Waffengesetzes endlich die Täter und nicht die Tatmittel adressiert werden. Denn schon im Oktober 2024 urteilten Friedrich Merz (CDU) und Alexander Dobrindt (CSU) mit ihrer Unionsfraktion im Deutschen Bundestag treffend, dass das Sicherheitspaket fast ausschließlich die falschen Adressaten trifft und so am Kern des gesellschaftlichen Problems vorbeigeht.